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15.07.2020

CDU bringt Schub in die Reaktivierung der ehemaligen Steag-Fläche

Gemeinsames Vorgehen von Kreis Unna und Stadt Lünen gefordert – marktübliche Preise (60 €/m²) sind Obergrenze

Fraktionsvorsitzender Wilhelm Jasperneite

Die CDU-Kreistagsfraktion bringt neuen Schub in die Verhandlungen um die Reaktivierung des ehemaligen Kraftwerkstandortes der Steag. Wilhelm Jasperneite, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Kreistag Unna, schlägt vor, das 37,2 Hektar große Areal in Regie der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Kreis Unna (WFG) und der Wirtschaftsförderung der Stadt Lünen (WZL) zu entwickeln und zu vermarkten. „Dann haben wir Zugriff auf die Flächen und entscheiden, welche Unternehmen sich dort ansiedeln“, erklärt Jasperneite. Die Fläche sei für die wirtschaftliche Entwicklung des gesamten Nordkreises bedeutend und strahle auch in den benachbarten Kreis Recklinghausen aus. „Wir können die Entwicklung der Fläche nicht einfach dem Zufall überlassen und können uns einen Schwerpunkt in den Bereichen Energiewirtschaft und Metallverarbeitung gut vorstellen. Darüber hinaus haben wir jetzt die Chance, für den gesamten Bereich Lippholthausen ein tragfähiges Gesamtkonzept aufzustellen. Dazu gehört für uns zwingend u.a. ein an den tatsächlichen Bedarfen orientiertes Verkehrskonzept“, erklärt Jasperneite.

Die Firma Hagedorn habe ihre Fähigkeiten in der Baureifmachung bewiesen. Die Entwicklung und Vermarktung gehöre in andere Hände. Vergleichbare Flächen für Industrie und Gewerbe werden in der Region je nach Erschließungsgrad zwischen 45 und 65 Euro pro Quadratmeter vermarktet. Diese marktüblichen Preise müssen aus Sicht der Christdemokraten die Obergrenze darstellen. Die Stadt Lünen verfügt derzeit über keine größeren Flächen, die für eine industrielle oder gewerbliche Entwicklung vorgesehen sind. Die Fläche des ehemaligen Steag-Kraftwerkes hat den Vorteil, dass Konflikte mit der Bevölkerung unwahrscheinlich sind.

Ein gemeinsames Vorgehen von Kreis Unna und Stadt Lünen und eine enge Abstimmung mit der Bezirksregierung und dem Land NRW sei erforderlich, um das Projekt zum Erfolg zu führen. „Wir sollten das gemeinsam machen - allerdings nicht um jeden Preis“, so Jasperneite abschließend.