Foto: Fraktionsvorsitzender Marco Morten Pufke
Kreis Unna / Bönen. Die CDU-Kreistagsfraktion Unna fordert ein konsequentes,
behördenübergreifendes Vorgehen, um die Lebensqualität im Quartier rund um die
Adalbertstraße und die Straße Auf dem Holtfeld in Bönen-Altenbögge nachhaltig zu
verbessern. Mit einem Schreiben an Landrat Mario Löhr setzt sich die CDU
Kreistagsfraktion Unna dafür ein, die Möglichkeiten des Kreises Unna und der
Kreispolizeibehörde zu nutzen und gemeinsam mit der Gemeinde Bönen sowie
weiteren zuständigen Stellen einen koordinierten Einsatz durchzuführen.
Hintergrund ist die Entwicklung einer Wohnanlage, die nach Wahrnehmung der
Nachbarschaft zunehmend mit Problemen verbunden ist. Berichtet wird unter anderem
von Diebstählen, unzureichender Müllentsorgung, Sachbeschädigungen,
Lärmbelästigungen und Schulabsentismus. Die Situation führt zu Verunsicherung und
erheblicher Unzufriedenheit bei den Anwohnerinnen und Anwohnern. Die Gemeinde
Bönen hat bereits Anstrengungen unternommen, um die Lage zu verbessern. Aus Sicht
der CDU-Kreistagsfraktion ist es nun erforderlich, die bestehenden Aktivitäten durch ein
abgestimmtes Vorgehen aller zuständigen Behörden zu ergänzen.
„Die Menschen in Bönen haben einen berechtigten Anspruch darauf, dass sich ihre
Wohn- und Lebenssituation verbessert. Wenn sich Probleme über einen längeren
Zeitraum verfestigen, dürfen wir uns nicht auf einzelne Kontrollen und die Reaktion auf
konkrete Vorfälle beschränken. Wir brauchen eine gemeinsame Strategie, die
Missstände aufdeckt, Rechtsverstöße konsequent verfolgt und dauerhaft Wirkung
entfaltet“, erklärt Marco Morten Pufke, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion Unna.
Nach Vorstellung der CDU-Kreistagsfraktion soll ein koordinierter behördlicher Einsatz
deutlich über eine einmalige Schwerpunktkontrolle hinausgehen. Ziel ist eine
umfassende Bestandsaufnahme der Situation in der Wohnanlage und ihrem
unmittelbaren Umfeld. Dabei sollen insbesondere die Wohn- und
Belegungsverhältnisse, die Einhaltung bau- und brandschutzrechtlicher Vorgaben
sowie ordnungsrechtlich relevante Sachverhalte überprüft werden. Darüber hinaus
sollen – im Rahmen der jeweiligen Zuständigkeiten – Fragen des Schulbesuchs, der
Jugendhilfe, des Sozialleistungsbezugs und des Aufenthaltsrechts in den Blick
genommen werden.
Als Beispiel für ein konsequentes behördenübergreifendes Vorgehen verweist die CDU
Kreistagsfraktion auf den Einsatz rund um den sogenannten „Weißen Riesen“ in
Duisburg.
„Es geht ausdrücklich nicht um eine symbolische Aktion, sondern um Maßnahmen mit
klaren Zuständigkeiten und nachhaltigen Ergebnissen. Konsequentes Einschreiten bei
Rechtsverstößen und verbindliche Integrations- und Präventionsarbeit müssen Hand in
Hand gehen“, betont Pufke.
Die CDU-Kreistagsfraktion bittet Landrat Mario Löhr, das Thema innerhalb der
Kreisverwaltung und der Kreispolizeibehörde mit der erforderlichen Priorität zu
behandeln und die notwendigen Gespräche mit den beteiligten Stellen einzuleiten.
Aus Sicht der CDU-Kreistagsfraktion geht es darum, die Handlungsfähigkeit der
zuständigen Behörden unter Beweis zu stellen und das Vertrauen der Menschen vor
Ort in eine nachhaltige Verbesserung ihrer Wohnsituation zu stärken. Die bestehenden
Probleme sollen nicht lediglich verwaltet, sondern im Rahmen der gesetzlichen
Möglichkeiten systematisch angegangen werden.

